Ordnung entsteht im Verhältnis
Gestaltung wirkt nicht durch einzelne Elemente, sondern durch ihr Verhältnis zueinander. Abstände, Größen und Gewichtungen erzeugen Struktur. Wenn diese Verhältnisse stimmen, wirkt eine Seite selbstverständlich.
Man bemerkt Ordnung meist erst dann, wenn sie fehlt.
Proportion lenkt Aufmerksamkeit
Größe ist Bedeutung. Was größer ist, wirkt wichtiger. Was kleiner ist, tritt zurück. Diese Wirkung ist intuitiv und kulturübergreifend.
Proportion entscheidet darüber, wohin der Blick zuerst geht und wo er verweilt.
Abstände sind aktive Elemente
Zwischenräume sind keine leeren Flächen. Sie trennen, verbinden und ordnen Inhalte. Zu wenig Abstand erzeugt Enge, zu viel Abstand zerstört Zusammenhang.
Gute Gestaltung findet das Maß dazwischen.
Raster als Orientierung
Raster helfen, Ordnung zu halten, ohne sichtbar zu werden. Sie sind Werkzeuge im Hintergrund, keine gestalterischen Statements.
Ein gutes Raster ermöglicht Freiheit, weil es Entscheidungen vereinfacht.
Ordnung im digitalen Raum
Im Web kommt Bewegung hinzu. Unterschiedliche Bildschirmgrößen, Scrollen und Interaktion verändern Wahrnehmung.
Umso wichtiger ist eine stabile Grundordnung, die auch unter wechselnden Bedingungen trägt.
Warum Ordnung beruhigt
Ordnung reduziert kognitive Last. Inhalte lassen sich schneller erfassen, Entscheidungen leichter treffen.
Gestaltung, die ordnet, schafft Vertrauen. Still, aber nachhaltig.

