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MatBlog | Matlik-Design Konstanz

Zwischen Struktur und Gestaltung

„Kurze Texte - Gedanken über Gestaltung, Technik und Klarheit...”



Vom „Anzeiger“ zum InselMagazin

Haltung & Denken
Eine Wandlung – nicht nur von Print zu Online

Der Weg vom „Der Anzeiger“ zum InselMagazin war kein technischer Relaunch. Er war eine innere Entscheidung, die sich schließlich in einer neuen Form von Öffentlichkeit manifestierte. Was äußerlich wie ein Medienwechsel wirkt, ist in Wahrheit ein Prozess der Klärung: über Haltung, Verantwortung und Unabhängigkeit.




Übersicht ist kein Stilmittel

Webdesign

Übersichtliche Homepages entstehen nicht durch Reduktion allein. Sie entstehen durch Entscheidungen über Struktur, Navigation und Inhalt.

Was Übersichtlichkeit wirklich bedeutet

Übersichtlichkeit wird oft mit wenig Inhalt verwechselt. Dabei geht es nicht um Leere, sondern um Orientierung.
Eine übersichtliche Homepage beantwortet unauffällig grundlegende Fragen: Wo bin ich, was gibt es hier, und wie komme ich weiter.


Arbeiten im Bestand – warum Struktur wichtiger ist als Neubau

Webdesign

Arbeiten im Bestand ist keine Einschränkung

Konstanz ist keine Stadt der großen Flächen. Sie ist gewachsen, verdichtet, begrenzt. Räume wurden genutzt, angepasst, weitergedacht. Vieles entstand nicht neu, sondern im Umgang mit dem Vorhandenen.

Diese Art zu arbeiten ist kein Mangel. Sie verlangt Genauigkeit. Entscheidungen müssen sitzen, weil Korrekturen aufwendig sind. Genau das macht sie wertvoll.


Canonical URLs: Ordnung beginnt vor dem Problem

Webdesign

Canonicals sind kein Reparaturwerkzeug

Canonical Links werden oft eingesetzt, wenn bereits Unordnung herrscht. Doppelte Inhalte, Parameter-URLs, Filterseiten. Der Canonical soll retten, was zuvor nicht entschieden wurde.

Das funktioniert selten dauerhaft.


JSON-LD: Struktur ist keine Abkürzung

Webdesign

Strukturierte Daten sind kein Ranking-Werkzeug

JSON-LD wird oft als Abkürzung verstanden. Als Möglichkeit, Suchmaschinen zu beeinflussen oder Darstellungen zu erzwingen. Diese Erwartung führt fast immer zu Überstrukturierung.

Strukturierte Daten sind kein Mittel zur Beschleunigung. Sie sind eine Übersetzung. Sie sagen nicht mehr als das, was bereits vorhanden ist, sondern nur klarer.


Open Graph: Warum Vorschauen Teil der Seitenarchitektur sind

Webdesign

Open Graph wird oft unterschätzt

Open Graph wird häufig auf seine sichtbarste Funktion reduziert: Die Vorschau beim Teilen eines Links. In der Praxis ist es jedoch ein stiller Teil der Seitenarchitektur. Open Graph entscheidet nicht über Reichweite, sondern über Kontext. Es legt fest, wie eine Seite gelesen wird, bevor sie gelesen wird.

Eine Vorschau ist kein Zufallsprodukt. Sie ist eine Zusammenfassung, die ohne Nachfrage ausgeliefert wird. Titel, Beschreibung und Bild wirken dabei wie eine redaktionelle Entscheidung. Wird sie dem System überlassen, entsteht Beliebigkeit. Wird sie gestaltet, entsteht Ordnung.


Handwerk auf kleiner Fläche

Webdesign

Eine Website mit nur einer Seite wird oft unterschätzt. Doch gerade wenn die Navigation fehlt, hinter der man sich verstecken könnte, rückt das Handwerk in den Fokus.


Gestaltung entsteht im Gespräch, nicht im Briefing

Gestaltungspraxis

Ich habe unzählige Briefings gelesen. Lange, kurze, strukturierte, chaotische. Manche waren präzise, andere voller Wünsche, die sich gegenseitig widersprachen. Und fast alle hatten eines gemeinsam: Sie waren nur ein Ausgangspunkt.

Seit 1995 arbeite ich mit Menschen an Websites. Und je länger ich das tue, desto klarer wird mir: Gestaltung entsteht nicht aus dem, was aufgeschrieben wurde, sondern aus dem, was im Gespräch sichtbar wird.


Eine Website ist kein abgeschlossener Zustand

Haltung & Denken

Ich baue Websites, seit 1995. Für kleine Betriebe, für Mittelständler, für Organisationen, die größer sind als alles, was auf einer Startseite Platz findet. In all diesen Jahren hat sich technisch vieles verändert. Eines ist gleich geblieben: Die Vorstellung, dass eine Website irgendwann fertig ist.


























Zwei Welten aus Farbe und Licht

Webdesign

Farben sehen gleich aus, funktionieren aber völlig unterschiedlich. CMYK und RGB beschreiben zwei Systeme, die nicht nur technisch, sondern grundlegend verschieden denken. Wer das versteht, vermeidet viele klassische Gestaltungsfehler.



Ich beginne immer beim Inhalt

Webdesign

Bevor Farben, Raster oder Effekte eine Rolle spielen, schaue ich mir Inhalte an. Texte, Bilder, Themen. Nicht aus Romantik, sondern aus Erfahrung. Alles andere rächt sich später.


Arbeiten im Bestand

Gestaltungspraxis

Die meiste Gestaltung findet nicht im Neuanfang statt, sondern im Weiterarbeiten. Bestehende Inhalte, gewachsene Strukturen und alte Entscheidungen bilden den Rahmen. Genau dort zeigt sich gestalterische Reife.


Ordnung wirkt, bevor sie auffällt

Gestaltung & Proportion

Ordnung ist kein sichtbares Element, sondern eine spürbare Qualität. Sie entscheidet darüber, ob Inhalte ruhig wirken oder anstrengen, noch bevor man sagen kann, warum.


Navigation ist kein Selbstzweck

Webdesign

Navigation soll führen, nicht beeindrucken. Sie ist kein gestalterisches Spielfeld, sondern ein Werkzeug. Je unscheinbarer sie funktioniert, desto besser erfüllt sie ihre Aufgabe.


Geschichte ist selten ordentlich

Haltung & Denken

Geschichte wird gern sauber erzählt. In Jahreszahlen, Linien und klaren Folgen. In Wirklichkeit ist sie oft widersprüchlich, schief und erstaunlich menschlich. Genau das macht sie interessant.


Verantwortung entsteht leise

Haltung & Denken

Gestaltung wirkt oft dort am stärksten, wo sie kaum wahrgenommen wird. Verantwortung entsteht nicht durch große Gesten, sondern durch stille Entscheidungen im Alltag.



Lesen ist kein Zufall

Typografie

Texte werden nicht nur gelesen, sie werden erlebt. Typografie entscheidet darüber, ob Lesen anstrengend ist oder selbstverständlich wirkt. Gute Lesbarkeit entsteht nicht zufällig.


Wartbarkeit ist kein Nebenprodukt

Webdesign

Viele Websites funktionieren am ersten Tag. Entscheidend ist, wie sie sich nach Monaten und Jahren verhalten. Wartbarkeit ist kein technisches Detail, sondern Teil des Konzepts.


Zwischen Werkzeug und Wirkung

Haltung & Denken

Gestaltung ist kein Selbstzweck. Sie wirkt, ob beabsichtigt oder nicht. Wer gestaltet, trifft Entscheidungen, die über Funktion hinausgehen und Verantwortung erzeugen.


Gestaltung ist Entscheidung

Gestaltungspraxis

Gestaltung entsteht nicht durch Geschmack, sondern durch Entscheidungen. Im Alltag zeigt sich Qualität weniger im Entwurf als im Umgang mit Details, Abwägungen und Konsequenzen.


Webdesign beginnt nicht im Browser

Webdesign

Gutes Webdesign entsteht nicht aus Effekten, Themes oder Frameworks. Es entsteht aus Klarheit. Wer Struktur, Inhalt und Zweck versteht, braucht weniger Technik und erzielt stabilere Ergebnisse.


Schusterjungen, Hurenkinder und typografische Feinheiten

Typografie

Typografie ist geprägt von Regeln, Erfahrung und einem eigenwilligen Fachvokabular. Begriffe wie Schusterjunge oder Hurenkind wirken auf den ersten Blick fremd, gehören aber seit langem zur Satztechnik. Sie benennen keine Nebensächlichkeiten, sondern konkrete Probleme im Textbild, die über Ruhe oder Unruhe eines Layouts entscheiden.


Der Goldene Schnitt

Gestaltung & Proportion
Harmonie in Gestaltung, Typografie und Web

Der Goldene Schnitt ist kein Gestaltungsrezept, sondern ein Ordnungsprinzip. Er wirkt dort, wo Proportionen stimmen, ohne sich aufzudrängen – in Bildern, Texten und digitalen Layouts. Dieser Text nähert sich dem Thema nicht mathematisch, sondern aus gestalterischer Erfahrung.