Was mit Weißraum gemeint ist
Weißraum ist jeder Bereich ohne Inhalt: Ränder, Abstände zwischen Absätzen, Zeilenabstand, Innenabstände.
Er ist kein Hintergrund, sondern aktiver Bestandteil der Gestaltung.
Warum das Auge Pausen braucht
Lesen ist Bewegung. Das Auge springt, stoppt, sucht Anschluss.
Ohne Pausen ermüdet es schneller, auch wenn Schrift und Größe korrekt gewählt sind.
Weißraum strukturiert Inhalte
Abstände trennen Gedanken klarer als Linien oder Farben.
Ein Absatz wirkt nur dann wie ein Absatz, wenn er Luft bekommt.
Der häufige Irrtum
„Da ist noch Platz“ führt oft zu dichterem Satz.
Was dabei verloren geht, ist Orientierung.
Weißraum im Web
Im Web steht scheinbar unbegrenzt Platz zur Verfügung. Genau das verführt dazu, ihn falsch zu nutzen.
Zu wenig Weißraum wirkt gequetscht. Zu viel wirkt beliebig. Das Maß entscheidet.
Gestaltung ohne Effekte
Weißraum arbeitet leise. Er erklärt nichts, er kommentiert nicht.
Er sorgt dafür, dass Inhalt wirken kann.
Persönliche Beobachtung
Wenn ein Layout unruhig wirkt, erhöhe ich selten zuerst die Schriftgröße.
Meist reicht es, dem Text mehr Raum zu geben.

